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2006 (1./2. April): Weltjugendtag im Kloster Einsiedeln

Dein Wort ist Licht über meinem Pfad Weltjugendtag im Kloster Einsiedeln

Musiker/-innen und Sänger/-innen aus dem Kirchspiel gestalteten den 21. Weltjugendtag im Kloster Einsiedeln mit.

Zwischen den grossen Weltjugendtagen wie er z. B. im vergangenen Jahr in Köln stattfand, treffen sich die Jugendlichen in ihren Ländern und Bistümern zu regionalen Weltjugendtagen. Der XXI. Weltjugendtag für die gesamte Deutschschweiz fand am vergangenen Wochenende, 1./2. April im Kloster Einsiedeln statt. Das Datum war insofern eine Besonderheit, weil genau ein Jahr zuvor, am 2. April 2005, Papst Johannes Paul II. gestorben war, auf den die Idee der Weltjugendtage zurück geht.

Für einige Jugendliche aus Leuggern und Kleindöttingen war dieses Wochenende ein besonderer Anlass, weil sie zusammen mit dem Taizé-Chor und der Band EPHATHA aus Waldshut für die musikalische Gestaltung der Gottesdienste verantwortlich waren: eine Vigilfeier am Samstag Nacht und eine Eucharistiefeier am Sonntag Nachmittag. Schon seit einiger Zeit bereiteten sich die rund 40 Sänger/-innen und Musiker/-innen auf diesen Anlass vor. Und die grenzüberschreitende Zusammenarbeit passt schliesslich auch gut für einen Weltjugendtag, zumal auch noch zwei befreundete Musiker aus Italien hinzu kamen.

Nach der Ankunft in Einsiedeln am Samstag Morgen und dem ersten Staunen über die prächtige Klosterkirche wurde die notwendige technische Ausrüstung aufgebaut. Der restliche Nachmittag war dann mit Band- und Chorproben angefüllt, während nach und nach die über 600 angemeldeten Jugendlichen aus der gesamten Deutschschweiz und dem deutschen Bistum Trier eintrafen, wo Schweizer Pilgerinnen und Pilger im Rahmen des letztjährigen Weltjugendtages eine Woche verbracht hatten. Die sonst oft leeren, langen Gänge des Klosters füllten sich mit fröhlichen Gesichtern, mit Musik und Gesang, mit ernsten und heiteren Gesprächen – und schliesslich mit den Düften des Abendessens.

Um 21 Uhr begann dann die Vigilfeier (= Nachtgebet) in der – leider sehr kalten – Klosterkirche. Doch auch die Kälte konnte die beeindruckende Atmosphäre der nur mit Kerzen erleuchteten, voll besetzten Klosterkirche nicht trüben, als alle Teilnehmenden in das Lied „Jesus Christ, You are my life“ einstimmten, das bei allen Weltjugendtagen eine Art „geheime“ Hymne darstellt.

Aber zum Thema, das jeweils vom Papst vorgegeben wird „Dein Wort ist meinem Fuss eine Leuchte und Licht für meine Pfade“ (Ps 119), gab es auch eine offizielle Hymne. Auf die von Rudi Palmieri und Verena Rossier für das 1. Schweizer katholische Jugendtreffen 2004 in Bern komponierte Hymne schrieb Simone Scheibel, die Frau von Jugendseelsorger Thomas Scheibel (Leuggern-Kleindöttingen), der auch die musikalische Leitung inne hatte, einen neuen Text. Einmal mehr erfreute sich das Lied damit grosser Beliebtheit.

Der Sonntag begann mit Morgengebet und Frühstück, dann folgten die Katechesen, die von verschiedenen Bischöfen und Äbten gehalten wurden. Nach dem Mittagessen begaben sich alle noch einmal in die Klosterkirche, wo Bischof Amédée Grab (Chur, Vorsitzender der Schweizer Bischofskonferenz) mit Abt Martin Werlen (Einsiedeln), Jugendbischof Denis Theurillat und dem apostolischen Nuntius (= Botschafter des Vatikan in der Schweiz) die Eucharistiefeier zelebrierte.

Der Applaus der vielen hundert Mitfeiernden war Dank genug für die Sänger/-innen und Musiker/-innen, die von diesem Auftritt sicherlich noch lang zu erzählen wissen…

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