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2014 Weekend in der "Villa Jugend"

Was motiviert mich? Weekend in der "Villa Jugend" 16.-18.5.2014

26 Jugendliche verbrachten am Ende ihres ersten Oberstufenschuljahres ein Wochenende in der "Villa Jugend".

Warum wird der heilige Petrus auf Bildern immer mit einem Schlüssel in der Hand dargestellt?
Warum hält die Statue der heiligen Verena auf der Rheinbrücke in Bad Zurzach Kamm und Krug in der Hand?
Warum wird der heilige Antonius von Padua oft mit einem Jesuskind auf dem Arm dargestellt, obwohl er doch 1200 Jahre nach Jesus lebte?
Mit solchen Fragen im Gepäck machten sich 26 Jugendliche aus den Pfarreien Leuggern und Kleindöttingen am Freitag, 16. Mai auf den Weg nach Aarburg. Im Jugendgruppenhaus der katholischen Landeskirche Aargau "Villa Jugend" wollten sie am Ende des ersten Oberstufenschuljahres einen Zwischenhalt auf ihrem Weg bis zur Firmung einlegen. Begleitet wurden sie von den Katechetinnen Claudia Rüegsegger und Brigitte Rennhard sowie Jugendseelsorger Thomas Scheibel. Pfarrer Stefan Essig war für einmal als Küchenchef dabei und erhielt tatkräftige Unterstützung von drei älteren Oberstufenschülerinnen.

Pasta und Nachtwanderung

Nach der Ankunft und dem Bezug der Zimmer überbrückten die Jugendlichen die Zeit bis zum Abendessen damit, das parkähnliche Gelände um die Villa sowie die zahlreichen Spielmöglichkeiten innerhalb und ausserhalb des Hauses zu entdecken. Nachdem sich alle mit feiner Pasta und verschiedenen Saucen gestärkt und in einigen Kennenlernspielen zumindest die Namen der anderen Teilnehmenden erfahren hatten, machten sich alle auf den Weg zu einer Nachtwanderung, bei der sie den Lebenslauf eines gewissen Fernando Bullone näher kennenlernen sollten. Wie sich herausstellte, wurde dieser Mann ungefähr zur gleichen Zeit in Portugal geboren, wie die Festung in Aarburg erbaut wurde, nämlich Ende des 12. Jh. Er war offenbar hochintelligent, konnte hervorragend reden, vollbrachte sogar das eine oder andere, das wir wohl als "Wunder" bezeichnen würden. Dennoch nahm sein Leben zahlreiche unverhoffte Wendungen, die ihn schliesslich nach Padua, einer der ältesten Städte Italiens, führte. Dort starb er im Jahr 1232 und wird bis heute als der "heilige Antonius von Padua" verehrt.

Was motiviert mich?

Am Samstagmorgen stellten die Buben und Mädchen fest, dass alle Heiligen immer mit bestimmten Gegenständen dargestellt werden. Diese Gegenstände haben meist mit einer besonderen Eigenschaft oder einem besonderen Ereignis in ihrem Leben zu tun. So stellten sich jetzt auch die jungen Christinnen und Christen die Frage: Mit welchem Gegenstand würde ich mich darstellen? Was sind meine besonderen Fähigkeiten? Was motiviert mich? Die Antwort formulierten sie in Form von Plakaten und Fussabdrücken. Bei der Präsentation wurde deutlich: Jede und jeder hat bestimmte Fähigkeiten und Talente, mit denen er oder sie Spuren hinterlässt. Und: jede und jeder stellt auch eine Motivation und Unterstützung für Kolleginnen und Kollegen dar.
Nach so harter Gedankenarbeit gab es einen dankbaren extra Applaus für das Küchen-Team, das für das Mittagessen Poulet und Pommer Frites zubereitet hatte.

"Schatz, liebsch du mich?"

Am Samstagnachmittag reisten die älteste Gruppe und einige Leiterinnen und Leiter von Jungwacht/ Blauring Leuggern an, die mit den Teilnehmenden einige Stunden Spiel- und Sportprogramm durchführten. Von Ballon-Fangis und "Krick Krack" über "Schatz, liebsch du mich?" bis zum "American-Bulldog" waren ganz unterschiedliche Spiele im Angebot, und alle machten motiviert mit.
Entsprechend schnell waren auch die Wienerli im Blätterteig zum Abendessen verspeist.

Die nächsten Schritte der Firmvorbereitung

Nach dem Abendessen zeigte Thomas Scheibel den Jugendlichen einige Fotos von Veranstaltungen, die sie im vergangenen Schuljahr besucht hatten. Er informierte sie auch über die nächsten Schritte auf dem Weg ihrer Firmvorbereitung.
In einem Gottesdienst zum Namenstag des hl. Antonius von Padua, am Sonntag, 15. Juni in Kleindöttingen, erhalten sie beispielsweise ihren "Entdecker-Ausweis", der sie bis zur Firmung begleiten und ihre vielfältigen Kurse und Einsätze dokumentieren wird.
Die Jugendlichen schrieben einen Brief an sich selbst, in dem sie ihre eigenen Visionen von der Zukunft schildern. Spannend wird es, wenn sie diesen Brief drei Jahre später, kurz vor ihrer Firmung, wieder zugeschickt bekommen und lesen können.

Sonntagsgottesdienst

Am Sonntagmorgen musste natürlich aufgeräumt und das Haus geputzt werden. Trotzdem nahmen sich alle Zeit, um gemeinsam mit Pfarrer Stefan Essig einen Gottesdienst zu feiern. Darin hatten neben den Plakaten und dem Lebenslauf des hl. Antonius vom Vortag natürlich auch der Dank für das harmonische Wochenende und das tolle Wetter sowie die Bitte für die nächsten Schritte der Firmvorbereitung ihren Platz. Jede und jeder trug etwas zu dieser Feier bei: Pfarrer Stefan Essig vertauschte die Kochschürze wieder mit Albe und Stola, einige Ministrantinnen assistierten ihm, die Katechetinnen lasen die Bibeltexte, alle anderen sangen und beteten mit.
Nach dem Putzen und dem Mittagessen sogar noch etwas Zeit für ein paar letzte Spiele, bevor sich die Gruppe auf den Heimweg machte.

Ein herzliches Dankeschön...

...allen Jugendlichen, die sich an vereinbarte Regeln gehalten und motiviert mitgearbeitet haben.
...allen Eltern für die feinen Cakes und sonstigen Lebensmittelspenden.
...Claudia Rüegsegger und Brigitte Rennhard für die Begleitung.
...Pfarrer Stefan Essig und den drei Oberstufenschülerinnen Aline Bigger, Amanda Schupp und Delia Schüpbach für das feine Essen.
...Philipp Rennhard für die Mithilfe beim Materialtransport.
...dem 15er-Team von Jungwacht/ Blauring Leuggern für das tolle Programm am Samstagnachmittag.
...der Hausleitung der "Villa Jugend" für die freundliche und unkomplizierte Zusammenarbeit.
...dem lieben Gott für das tolle Wetter und dafür, dass wir alle wieder gesund zurückkehren durften.

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