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2017 Weekend in der "Villa Jugend"

Wir sind zusammen unterwegs Weekend in der "Villa Jugend" im Schwarzwald

Wir sind zusammen unterwegs!

29 Jugendliche legten bei einem Wochenende in Herrischried im Schwarzwald einen kurzen Zwischenstopp auf ihrem Weg der Vorbereitung auf die Firmung ein.

Auf den ersten Blick haben der heilige Antonius von Padua, der Deutsche Reformator Martin Luther und der Schweizer Landespatron Bruder Klaus nicht viel miteinander zu tun. Dass es aber doch einige Gemeinsamkeiten gibt, erfuhren 29 Jugendliche aus den Pfarreien Leuggern und Kleindöttingen. Sie verbrachten als Abschluss des 6. Schuljahres ein Wochenende in der „Villa Jugend“. Doch in diesem Jahr stand die „Villa Jugend“ für einmal nicht in Aarburg sondern in Herrischried im Schwarzwald. Dorthin fuhr die Gruppe am Freitagabend in Begleitung der Katechetinnen Claudia Rüegsegger und Brigitte Rennhard sowie Jugendseel­sorger Thomas Scheibel. Mit dem Postauto trafen sie gegen 20 Uhr beim Jugendgästehaus ein. Dort wurden zunächst die Zimmer bezogen. Danach gab es eine Spielerunde. Das Wochenende ist zugleich ein Zwischenstopp auf dem Weg der Firmvorbereitung und auch Gelegenheit, alle anderen Jugendlichen kennen zu lernen, die sich auf diesem Weg befinden.

Am Samstagvormittag beschäftigten sich die Buben und Mädchen in drei Gruppen auf ganz unterschiedliche Weise mit ihrem Lebensweg. Inzwischen bereitete Pfarrer Stefan Essig mit Hilfe von drei älteren Jugendlichen das Mittagessen vor. Es gab Apfelchüechli mit Vanillecreme. Am Nachmittag stand dann die Begegnung mit den drei oben genannten Persönlichkeiten auf dem Programm. Die Jugendlichen erfuhren, dass Bruder Klaus alias Nikolaus von Flüe in diesem Jahr seinen 600. Geburtstag feiert und dass sich der Thesenanschlag des Martin Luther, der als Auslöser der Reformation gilt, am 31. Oktober zum 500. Mal jährt. Vor allem aber erfuhren sie, dass beide Männer – und ebenso der heilige Antonius von Padua, Patron der Antoniuskirche Kleindöttingen – auf ihrem Lebensweg, Krisen, Rückschläge und Umwege meistern mussten. Alle drei hatten ursprünglich ganz andere Pläne: Antonius wollte als Ritter kämpfen, Bruder Klaus hatte eine grosse Bauenfamilie, Martin Luther wollte Jurist werden. In allen drei Fällen hatte Gott aber andere Pläne. Alle drei Männer hörten den Ruf Gottes und folgten ihm, auch wenn er Unannehm­lich­keiten und Gefahren mit sich brachte. So sollten sich auch die Jugendlichen dem Ruf Gottes öffnen und mit seiner Hilfe nach ihrem Weg durchs Leben suchen. Im Pfarreisaal von Herrischried konnten die Jugendlichen diese Erkenntnis gestalterisch umsetzen, indem sie ein „Lebens-Band“ für sich gestalteten. Zurück im Lagerhaus, erfuhren die jungen Christinnen und Christen nach dem Nachtessen noch, wie es in der Vorbereitung auf die Firmung in den nächsten Jahren weitergehen wird. Ausserdem trafen sie verschiedene Vorbereitungen für den Gottesdienst am 11. Juni, bei sie offiziell ihren „Entdecker-Ausweis“ überreicht bekommen. Zum Abschluss des Abends gab es noch einen Film über das doch recht spannende Leben und Wirken von Martin Luther zu sehen.

Am Sonntagmorgen war der Himmel strahlend blau und die Stimmung in der Gruppe ebenso fröhlich. Nachdem das Gepäck gepackt und das Haus geputzt war, machten sich alle auf den Weg zur etwa 5 km entfernten Ödland-Kapelle. Dort wurde ein Gottesdienst gefeiert, bei dem alle ihre Talente und Fähigkeiten einbringen konnten: einige durften die beiden hand­betriebenen Glocken läuten, andere ministrierten, lasen die Lesung oder halfen bei der musikalischen Begleitung mit. Nach dem Gottesdienst wurde auf dem nahegelegenen Grillplatz ein Feuer entzündet und Würste zum zMittag gegrillt. Als alle satt waren und auch die letzten Stücke Kuchen verspeist waren, machten sie sich auf den Rückweg zum Jugendgästehaus. Und nach einer kurzen Abschlussrunde kam auch schon das Postauto, dass die Gruppe zurück nach Leuggern brachte. „Wir sind zusammen unterwegs“ – Dieses Lied war nicht nur ständiger Begleiter auf dem Wochenende, sondern kann auch als kurze Zusammenfassung der gesamten Firmvorbereitung gelten. Die Jugendlichen und ihre Begleit­personen haben die gemeinsamen Tage im Schwarzwald genossen und gespürt, wie wertvoll Gemeinschaft gerade auch in religiösen Dingen ist. Da hätten bestimmt auch Antonius, Bruder Klaus und Martin Luther ohne Zögern zugestimmt.

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