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2004 (18./19. Dezember): Musical "Mara sucht Weihnachten"

"Mara sucht Weihnachten" Grenzüberschreitendes Musical-Projekt 2004

Rund 60 Sängerinnen und Sänger, Musikerinnen und Musiker des Jugendchore Leuggern-Kleindöttingen, des Waldshuter Taizé-Chores, der Singschule "DoReMi" und der Band EPHATHA aus Waldshut führten am 4. Adventswochenende das Musical "Mara sucht Weihnachten" auf. Claudio Brentini, von dem auch die Bilderbuchvorlage zum Stück stammt, komponierte die Musik und besuchte die Aufführung in der Antoniuskirche Kleindöttingen sogar persönlich. Sowohl dort als auch im katholischen Gemeindehaus in Waldshut tags darauf waren alle Plätze restlos ausverkauft. Der lang anhaltende Applaus galt natürlich allen Mitwirkenden, besonders aber Sara Emmenegger und Stefanie Laubis in der Titelrolle der Mara, Georg Menzel als Verkäufer, Detlef Kaleja als "Kaufhaus-Engel" und Regisseur, Martha Brun als Erzählerin, Simone Scheibel als Großmutter sowie Kantorin Silvia Gersak und Jugendseelsorger Thomas Scheibel, welche die musikalische Leitung des Projektes hatten.
Der finanzielle Erlös geht zu gleichen Teilen in die von den Pfarreien unterstützten Projekte in Gweru/ Simbabwe und Lima/ Peru.

In der Regionalzeitung "Die Botschaft" wurde folgendermassen über das Projekt berichtet:

Mit dem Singspiel "Mara sucht Weihnachten" haben unter Leitung vonJugendseelsorger Thomas Scheibel und Kantorin Silvia Gersak (Waldshut) rund 60Mitwirkende des Jugendchores Leuggern-Kleindöttingen, dem Waldshuter Taizé-Chor,der Singschule "DoReMi" und der Band EPHATHA auf Weihnachten eingestimmt.

Erwachsene, Eltern und vor allem Kinder und Jugendliche sowie weitere Interessierte, welche die Antoniuskirche in Kleindöttingen bis auf den letzten Platz besetzten, mussten ihr Kommen nicht bereuen, kamen sie doch in den Genuss des professionell aufgeführten Singspiels. Mit dem Spiel der Band EPHATHA und dem Gesang des rund 60köpfigen Chores fand das Spiel einen viel versprechenden Auftakt. Als Erzählerin stellte Martha Brun dann in ihrer Geschichte das Mädchen Mara vor, die im Mittelpunkt des Geschehens stand. Dargestellt von Sara Emmenegger, Hettenschwil, stellte sie ihr Dorf vor und fragte sich, warum gerade Weihnachten bei ihr zu Hause ganz anders sei. Selbst ihre Großmutter, die sonst auf fast alle Fragen eine gute Antwort wusste, konnte Mara nicht weiterhelfen.

Um in dieser Frage voranzukommen, entschloss sich das Mädchen, in die Stadt zu gehen, die in der Ferne lag. Ganz allein machte sie sich auf den weiten Weg, der ihr recht beschwerlich wurde. Anderntags erreichte das Mädchen die Stadt, wo sie erst Zweifel an Weihnachten bekam. Doch bald war sie überwältigt von den vielen Lichtern und staunte über die große Hektik der Menschen. Diese waren beladen mit bunten, großen und kleinen Paketen. Sie eilten von Geschäft zu Geschäft, um dann in der Dämmerung zu verschwinden. "Chaufe! Chaufe!" lautete die Devise eines Gesschäftsmannes (Georg Menzel), der ihr erklärte, was der Sinn von  eihnachten sei. Mara wurde klar, dass sie hier keine Antwort auf ihre Frage finden würde, und sie sehnte sich wieder in ihr Dorf zurück. In der Hektik der Stadt traf Mara dann einen als Engel verkleideten Mann (Detlef Kaleja), der in einem Warenhaus Dienst hatte. Dieser erbarmte sich des traurigen Kindes und nahm Mara mit zu sich nach Hause. Bei einer warmen Suppe zeigte er ihr seine selbst geschnitzten Krippenfiguren, die ihr fremd waren. Er erzählte ihr die Geschichte von Weihnachten, von der Geburt Christi, der in einem Stall und nicht in einem Palast geboren worden war, und warum überhaupt dieses Fest gefeiert wird.

Mit den vom "Kaufhaus-Engel" geschenkten Krippenfiguren eilte Mara daraufhin in ihr Dorf zurück, wo sie in später Nacht von den Dorfbewohnern empfangen wurde. Später erzählte sie auch den Kindern des Dorfes, was sie alles in der großen Stadt erlebt hatte und zeigte ihnen die Krippenfiguren. In der Folge wurde das Dorf von den Kindern herausgeputzt, die Krippenfiguren wurden aufgestellt und bei Musik und Gesang wurde das Fest Weihnachten erstmals richtig gefeiert. Und so konnten die Dorfbewohner doch noch Weihnachten feiern und würden es wohl auch in Zukunft tun.

Die in dem Musical wiedergegebene Weihnachtsgeschichte wurde dank der verschiedenen Szenen, der feinen Instrumentalmusik, dem frischen, homogenen Gesang des Chores, der Erzählerin und der jugendlichen Hauptdarstellerin zu einem freudigen Erlebnis für alle Besucher. Abgerundet und ergänzt wurde die Geschichte auf einer farbigen Großleinwand im Chor der Kirche. Die enorme Leistung der am Musical Beteiligten führte zum Abschluss zum großen,  verdienten Applaus. Nach dem mit Feuerwerk beleuchteten Abschlussgesang und zwei melodiösen Dreingaben der Chöre konnte der Komponist des Musicals, Claudio Brentini, vorgestellt werden, der sichtlich gerührt ebenfalls mit großem Beifall bedacht wurde. Den Dank bekräftigten die Besucher bei der Kollekte, deren Reinerlös dem Rosedale-Kinderheim in Gweru/ Simbabwe und der Waldshuter Partnergemeinde La Annunciacion in Lima/ Peru zugute kommt.

Bericht: Karl Erne in „Die Botschaft“, Mittwoch, 22.12.2004

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